Haushaltsgeräte

Jungbrunen_66_Seitenansicht_170Die BestWater-Technologie verwandelt Ihr Leitungswasser in ein hochaktives, kristallklares Wasser in Quellwasserqualität!    Im sechsstufigen Aufbereitungs-system wird Ihrem Wasser Schritt für Schritt seine Urkraft zurück-gegeben.

Gewerbeprodukte

Wasserspender_25Ein Glas frisch gekühltes Wasser zu genießen, ist ein Erlebnis für alle Sinne. Mit dem Wasserspender erhalten Sie vier Geräte in einem. Den es filtert, kühlt, erhitzt und spendet reinstes Trinkwasser im Büro, Pausenraum oder Zuhause, so wie Sie es brauchen.

Wasserkrieg in Europa: Warum uns die Wasserprivatisierung den Hahn abdreht

Susanne Hamann

Menschen töten für Wasser? – Das ist kein Horrorszenario, sondern düstere Zukunftsvision. Bereits jetzt leiden Deutsche, Engländer und Franzosen unter der voranschreitenden Wasserprivatisierung. Die Kosten für das kostbare Nass steigen immer höher und die Keller stehen regelmäßig unter Wasser. Aber der Staat will Kohle scheffeln und die Konzerne sind scharf darauf, das ultimative Monopol zu erlangen: Wer das Wasser kontrolliert, hat Macht. Eine Analyse der aktuellen Situation zeigt: die Bürger werden das nicht sein.

Wer den Plakaten der Hilfsorganisationen Glauben schenkt und denkt, dass Wasser nur in Ländern wie Afrika verkauft oder knapp werden kann, irrt. Vielmehr hält das Geschäft mit dem Wasser seit  über zehn Jahren rund um den Globus Einzug. Europa – und Deutschland – ist da keine Ausnahme.

So verkaufte die Stadt Berlin 49,9 Prozent ihrer Wasserversorgung im Jahr 1999 für stattliche 1,58 Milliarden Euro an den Essener Konzern RWE und die französische Firma Veolia. Die Bedingungen des Verkaufs wurden in Geheimverträgen geregelt. Alles, was der Bürger weiß, ist,  dass die Wasserpreise immens stiegen. Um genau zu sein, weist der Stadtstaat bis heute die höchsten Wasserpreise Deutschlands auf. Der Tagesspiegel berichtete im Mai dieses Jahres von einer Modellrechnung, in der die Wasserpreise der 19 größten deutschen Städte verglichen wurden. Es zeigte sich, dass ein Haushalt, der jährlich 100 Kubikmeter Wasser verbraucht, in Berlin je Kubikmeter 5,12 Euro, in Köln dagegen nur 3,26 Euro bezahlt. Noch höher liegen die Preise nur in Potsdam (5,82 Euro pro Kubikmeter), allerdings zählt die Stadt nicht zu den 19 größten Städten und fällt daher aus der Studie heraus. Potsdam ist außerdem eine jener Städte, die innerhalb kürzester Zeit ihre Wasserversorgung von dem Konzern Eurawasser zurück kauften, nachdem dieser, entgegen vorheriger Zusagen, die Wasserpreise innerhalb von zwei Jahren verdoppelt hatte. Leider muss der Bürger nun trotzdem draufzahlen, denn die 167 Millionen Euro, die die Stadt damals für den Verkauf erhielt, berappt nicht der Konzern, sondern die Allgemeinheit. Mindestens ein Drittel des Wasserpreises besteht aus der Refinanzierung, und bis 2017 wird der Kredit bei der Commerzbank auch nicht abgetragen sein.

 

Eurawasser, das eigentlich dem Suez-Konzern gehört, versorgt unter anderem die Bewohner von Rostock, Schwerin, Leuna und Cottbus. Veolia-Wasser ist in 450 deutschen Kommunen tätig.

Die letztgenannten Konzerne sind in Frankreich zu Hause. Ein Land, in dem die Wasserprivatisierung schon vor 150 Jahren Einzug gehalten hat. Als Napoleon III. 1853 der Compagnie Générale des Eaux, aus der später der Mischkonzern Vivendi wuchs, die Wasserversorgung von Lyon übergab. Nicht gerade zur Freude seiner Bürger, denn die Preise sind untragbar hoch. Im Februar 2006 veröffentlichte die französische Konsumentenorganisation UFC-Que Choisir eine Untersuchung aus 30 Städten, die Gewinnmargen der Wasserunternehmen von 26 bis 42 Prozent feststellte.

Noch gründlicher haben in Europa nur die Engländer ihr Wasser entstaatlicht. Da wechselten nicht nur das blaue Nass, sondern auch Rohre, Kanäle und Wasserwerke den Besitzer. Wieder zum Leid der Bürger hatte das bis vor Kurzem der RWE gehörende Unternehmen Thames Water nach der Übernahme der Wasserversorgung von der Regierung über Jahre keine Ausbesserung an den Rohren vorgenommen. In den teilweise noch in viktorianischen Zeiten gebauten Kanälen Londons versickern täglich über 915 Millionen Liter Frischwasser (30 Prozent des Wassers), wie die Aufsichtsbehörde Ofwat aufdeckte. Das ist nicht nur mehr, als die meisten europäischen Hauptstädte verbrauchen, sondern grenzt an Zustände, die man höchstens in Entwicklungsländern erwarten sollte. Besonders schlimm kam es in der Dürreperiode 2006. Damals sank der Wasserpegel im Land der Queen so sehr, dass Thames Water einen Eisberg in die Themse schleppen lassen wollte, um die Londoner mit Trinkwasser zu versorgen. Als die RWE erkannte, dass sie Thames Water nicht länger ohne große Investitionen halten konnte, verkaufte sie den Konzern 2009 nach zehn Jahren. Die Zukunft der Londoner Wasserrohre ist aktuell ungewiss.

Auch die Privatisierung in Argentinien mündete in einem Fiasko. Suez verlangt jetzt 1,7 Milliarden Dollar Entschädigung für den Rausschmiss. Argentiniens Präsident Nestor Kirchner reagierte empört. Nachdem Suez 15 Jahre lang im Land war und Hunderte von Millionen verdiente, haben immer noch viele Menschen keinen Tropfen Wasser. Suez sieht da eher Probleme mit der Regierungsweise in Lateinamerika. Aber was soll’s, schließlich geht es nun auf zu neuen Ufern: In China hat sich der Konzern schon einen Milliardenauftrag gesichert.

Was ist da los?

In dem Versuch, die Kassen mit Geld zu füllen, ließen sich die Länder und Städte auf ein Konzept ein, dass sich Public Private Partnership nennt. Unter PPP, oder wie es auch eingedeutscht zu hören ist: »öffentlich-private Partnerschaft« (ÖPP), versteht man die verschiedenen Formen privater Kapitalbeteiligung an der Finanzierung und Verwaltung von Infrastrukturen und Leistungen des staatlichen Sektors. Die Bereiche und der zu erzielende Profit sind dabei fast unbegrenzt: Sparkassen, öffentliche Wohnungsbauförderung, Gesundheitswesen, der Bereich der Schulen, Gefängnisse und eben die Wasserversorgung werden von Privaten übernommen und geführt.

Das bedeutet, durch die PPP’s liefert der Staat seine Bürger offenen Auges der Willkür der Unternehmen aus, wie die oben genannten Beispiele zeigen. Wer in diesem Szenario Wolf und wer Schaf ist, bleibt jedoch schwierig zu beantworten. Etliche Politiker, die an maßgeblicher Stelle Einfluss nehmen können, tauchen nach Ende ihrer Polit-Karriere auf einmal in Vorständen und Aufsichträten der Wasser- und Energiekonzerne wieder auf, während die Vorstände und Aufsichtsräte  der Konzerne wiederum Politik machen. Eindeutig ist nur, das Geschäft ist gewinnbringend …

 

Trockene Aussichten

Laut der UN werden bis zum Jahr 2050 vier Milliarden Menschen in Trockenheit leben. Schon jetzt wird im Internet immer häufiger von gewalttätigen Zwischenfällen wegen Wassermangels berichtet. Angesichts dieser Zahlen schätzen Experten, dass die privaten Unternehmen zunehmend in den Markt drängen werden. Das Geschäft mit dem Wasser ist lukrativ und alles andere als ausgeschöpft. Noch liegen rund 90 Prozent der Wasserversorgung in öffentlichen Händen, aber der Druck wird stärker.

Umstrittene Abkommen: Wasser gegen Waffen und das NAFTA-plus

Welchen Wert Wasser bereits hat, zeigt der außergewöhnliche Handel zwischen Israel und der Türkei. Von 2004 bis 2024 wird die Türkei jährlich 50 Millionen Kubikmeter »Blaues Gold« aus dem anatolischen Fluss Manavgat an Israel senden. Eine Menge, die dem Jahresverbrauch von einer Million Deutschen entspricht. Israel versorgt die Türkei im Gegenzug mit Panzern und Luftwaffentechnologie. Die Türkei sichert damit ihren Posten als Hauptlieferant von Wasser in der Region. Weitere Verträge mit Malta, Kreta und dem griechischen Teil Zyperns folgten. Israel dagegen deckt mit diesem Wasserbonus nur etwa drei Prozent seines jährlichen Bedarfes, insbesondere seit der Grundwasserpegel in der Region nach mehreren trockenen Wintern stark gesunken ist.

Kanada seinerseits bangt schon lange um seine Süßwasservorkommen, allerdings aus einem ganz anderen Grund: Das Land besitzt neun Prozent des globalen Trinkwasservorkommens bei nur einem Prozent der globalen Bevölkerungszahl. Die Vereinigten Staaten von Amerika hingegen müssen schon jetzt mit immer geringer werdenden Trinkwasservorräten umgehen. Schätzungen besagen, dass viele Regionen der USA bis 2015 unter starker Wasserknappheit zu leiden haben könnten.

In einem solchen Fall könnten die USA Dank des NAFTA-plus-Abkommens die Niagarafälle anzapfen und an der kanadischen Lebensader auf Pump gehen. Das Forum, dessen Name eigentlich SPP (Security and Prosperity Partnerschip) ist, wurde zusätzlich zum NAFTA im Jahr 2005 zwischen Kanada, Mexiko und den USA in Cancun ins Leben gerufen. Dabei geht es um Abkommen rund um Pipelineverlegungen in der gesamten Region und den Umgang mit einer möglichen Grippewelle. Kanada befürchtet nun, dass die USA mittels privater und öffentlicher Finanziers den Bau von Pipelines zwischen den beiden Ländern vorantreiben wird, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.

Das »Blaue Gold« an der Börse – Der Handel mir Leben lohnt sich

Die Rufe nach modernerer Infrastruktur in Osteuropa wird immer lauter. In China verfügt nur jeder Vierte über fließendes Wasser, und das Ringen seiner Regierung um eine Wasserversorgung wird immer deutlicher. Da werden Manager wie Hans Peter Portner hellhörig. Er verwaltet den Pictet-Fund Water, den ersten Wasser-Aktienfonds. Hatte sein Portfolio 2003 noch einen Wert von 200 Millionen Euro, stand dieser im Jahr 2006 bereits bei 1,7 Milliarden Euro. Aktuell liegt sein verwaltetes Vermögen gar bei 211 Milliarden Euro.

Wann immer das Gespräch aufs »Blaue Gold« kommt, bekommen Börsianer leuchtende Augen.  Für Suez-CEO Gerard Mestrallet ist Wasser das Öl des 21. Jahrhunderts. Nach Berechnungen der Weltbank müssten jährlich circa 80 Milliarden Dollar in Wasserinfrastrukturen investiert werden. In der Tat beläuft sich die Zahl derzeit erst auf rund 40 Prozent dieser Summe. Allein in der EU müssten die Betreiber von Wasserversorgung und -entsorgung Milliardenbeträge investieren, um ihre Anlagen zu modernisieren. Hier liegen enorme Gewinnchancen für private Konzerne und Investoren.

Sind wir die Nächsten?

Laut dem Nestle-Chef Peter Brabeck ist es nur angemessen und richtig, Wasser ganz grundsätzlich zum Lebensmittel zu erklären und ihm einen festgeschriebenen Wert zu geben. In dem Film We feed the world sagt er wörtlich: »Wasser ist ein Lebensmittel so wie jedes andere und sollte einen Marktwert haben, ich persönlich glaube, dass es besser ist, man gibt einem Lebensmittel einen Wert, sodass wir uns alle bewusst sind, dass das etwas kostet.« Wir sprechen hier jedoch nicht von 500 Gramm Nudeln oder 1,5 Litern Orangensaft, sondern von Wasser.

Mittlerweile wird jeder Zehnte von Veolia, Suez, RWE und den anderen privaten Konzernen versorgt. In den nächsten Jahren soll sich die Zahl verdoppeln, so das erklärte Ziel der Weltbank.

Es fehlt nur noch, dass wir wie in der Star-Wars-Parodie Spaceballs gezeigt, Atemluft in Dosen kaufen müssen.

Aber Spaß beiseite. Wasser ist Leben. Das bedeutet auch, dass die Menschen wieder im Sklavenzeitalter angelangt sind, wenn Wasser kein freies Gut mehr ist. Vielleicht nicht sofort, vielleicht noch nicht direkt. Aber was passiert, wenn ein Krieg ausbricht und die deutsche Wasserversorgung in den Händen eines feindlichen Konzerns liegt? Was passiert, wenn die Regierung keinen Zugriff mehr auf die Wasserversorgung in ihrem Land hat, außer wenn sie ihn monetär oder militärisch zurückerobert?

Unsere Wasserversorgung ist ein essenzieller Bestandteil unserer Zukunft, und der Bürger sollte dabei unbedingt wieder Mitsprache einfordern.

__________

Quellen (u.a.):

http://www.das-gibts-doch-nicht.info/seite3759.php

www.wasser-in-bügerhand.de

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Nebenkosten-Preise;art270,2806935

http://www.pnn.de/potsdam/166457/

http://www.umweltinvestmentfonds.de/home/pictet_fund_water.php

http://stephenleahy.net/2007/09/24/canada-losing-control-of-water-through-nafta-and-spp/

http://www.reuters.com/article/environmentNews/idUSN0322583420080403

http://www.reuters.com/article/environmentNews/idUSN0322583420080403

http://www.nahost-politik.de/tuerkei/wasser.htm

© 2009 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

Translator

30 Jahre Garantie

Garantie_30Jahre_100pxBestWater International GmbH gewährt auf jedes Molekularfiltersystem 30 Jahre Garantie und das nicht ohne Grund.
Erfahren_Sie_mehr

Lieferung mit DHL-Express

DHL_PKW_100pxVersand innerhalb von 48 Stunden mit unserem Partner DHL.


Erfahren_Sie_mehr