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Gesundheit

Durch die geologischen Gegebenheiten ist unser gewonnenes Rohwasser von Natur aus „sauer“, d.h. es
enthält zu viel aggressives Kohlenstoffdioxid. Um dieses zu beseitigen, muss das Wasser entsäuert werden.
Ziel der Entsäuerung ist es, gemäß der Vorgabe der Trinkwasserverordnung ein Trinkwasser mit einem
pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 herzustellen. Nach der Filtration durch die Umkehrosmose befindet sich
das Wasser in chemisch reinstem Zustand. Es befindet sich allerdings mit einem pH-Wert von 6 - 6,5 in
einem leicht sauren Bereich.
Weil die Thematik „Übersäuerung“ und „saures Körpermilieu“ in der heutigen Zeit vielfach diskutiert
wird, machen sich manche Menschen Sorgen, ob das leicht saure Osmose-Wasser der Gesundheit schaden
sollte. Es hat sich sogar bereits eine ganze Industrie entwickelt, die mit beispielsweise Wasserionisierer
aus Leitungswasser ein mehr oder weniger stark basisches Wasser produzieren. Die Thematik „basisches
Wasser ist gesund“ wird allerdings kontrovers diskutiert.
Reines Osmosewasser ist anfangs neutral, doch weil es zudem mineralarm ist, hat es eine schwache
Pufferkapazität. Dadurch verändert es sich schnell durch geringste Mengen von basischen oder sauren
Stoffen in ein basisches oder saures Wasser.
Da immer etwas Luft im Osmosewasser enthalten ist, sorgt das Kohlendioxid in der Luft, das sich kaum
wahrnehmbare Mengen an Kohlensäure bilden und das reine Wasser leicht sauer ist. Dieser Zustand
des Wassers kann nicht dauerhaft gehalten werden, denn kommen basische Stoffe hinzu, wie durch die
Ernährung, nimmt Wasser die Base auf und tendiert Richtung basisch.
Mit den Stoffwechselprozessen im Körper passiert dies mit dem Wasser ebenfalls. Das Wasser passt
sich hinsichtlich des ph-Wertes schnell an seine Umgebung (Lymphe, Muskeln, Blut und so weiter) an.
Unabhängig davon, ob es zuvor leicht basisch oder leicht sauer war. Zudem ist es nicht wissenschaftlich
erwiesen, ob ein leicht saures Wasser den Körper „übersäuert“. Eine Zitrone, die ja Säure enthält, wirkt auf
den Körper basisch.  
Zum Vergleich kann auch kohlensäurehaltiges Mineralwasser hinzugezogen werden. Laut Stiftung
Warentest Juli 2017 „TEST Mineralwasser“ liegen die ph-Werte unterschiedlicher Mineralwässer zwischen
4,5 und 6,9. Leicht saures Wasser wird demnach seit Jahrzehnten, wenn nicht sogar Jahrhunderten von
Menschen getrunken und noch nie wurde diesbezüglich von einer ungesunden Lebensweise oder von
einer Gefährdung der Gesundheit bei dauerhaftem Konsum wissenschaftlich debattiert. Nach aktuellem
Stand hat saures Wasser geringe bis keine Auswirkungen auf den Säure-Haushalt im Körper bezüglich
starker Übersäuerung. Natürlich hat dies auch mit der Ernährung zu tun.

Männliche Fische entwickeln aufgrund giftiger Chemikalien und Pharmaabwässer weibliche Sexualmerkmale

David Gutierrez

Mehr als 80 Prozent der Schwarzbarsch-Männchen im Potomac im Bereich der amerikanischen Atlantikküste produzieren Eier oder zeigen andere weibliche Merkmale, berichtete die gemeinnützige Umweltschutzorganisation Potomac Conservancy und forderte weitere Forschungsanstrengungen zum Thema Fische mit gemischtgeschlechtlichen Merkmalen (Intersex- oder Zwitterfische).

 

In einer vor kurzem veröffentlichen Untersuchung des US-amerikanischen Geological Survey (USGS), einer wissenschaftlichen Behörde des amerikanischen Innenministeriums, wurden Intersexfische in einem Drittel aller untersuchten Gebiete nachgewiesen. Dabei wurden auf dem gesamten Gebiet der USA auch Schifffahrtswege, Gewässer und Flüsse wie der Mississippi und der Rio Grande in die Studie mit einbezogen. Nach übereinstimmender Ansicht der Forscher ist das Phänomen mit großer Sicherheit auf die Verschmutzung des Wassers etwa mit »endokrinen Disruptoren« (chemischen Substanzen, die das empfindliche Gleichgewicht des Hormonsystems bei Lebewesen stören) sowie pharmazeutischen Produkten zurückzuführen. »Bisher waren wir nicht in der Lage, eine spezifische chemische Substanz oder eine bestimmte Quelle [als Verursacher] zu identifizieren«, erklärte die Biologin Vicki Blazer vom USGS. »Wir versuchen immer noch zu klären, welche chemischen Substanzen hierbei wichtig sind.«

Zu den Substanzen, die aller Wahrscheinlichkeit zu den Verursachern gehören, zählt Blazer empfängnisverhütende Mittel und andere Hormonpräparate, antibakterielle Wirkstoffe, die Gewebe enthalten, Körperpflegeprodukte (vor allem diejenigen, die Duftstoffe enthalten), Flammschutzmittel, Pestizide und Düngemittel. »In Düngemitteln [und Pestiziden] sind natürliche Östrogene und Testosteron und noch andere Substanzen enthalten (…) Hoffentlich können wir einige dieser Mischungen oder einzelne Substanzen dingfest machen, dann sind wir besser in der Lage, das Problem zu bewältigen«, fuhr Blazer fort. Es ist allerdings ein mühsamer Weg, die Zahl der wichtigsten verantwortlichen Substanzen einzugrenzen. Blazer untersuchte bspw. Fische unter- und oberhalb von Kläranlagen, um herauszufinden, inwieweit bestimmte Produktionsstätten größere Mengen an endokrinen Disruptoren ins Wasser ableiten. Aber sie konnte keine Unterschiede hinsichtlich des Anteils geschlechtlicher Missbildungen nachweisen.

Daher auch die Forderung der Umweltschutzorganisation Potomac Conservancy nach weiteren Untersuchungen. Ihr Vorsitzender Hedrick Belin sagte dazu: »Wir müssen unbedingt herausfinden, was hier eigentlich los ist. Und wir müssen das besser früher als später tun, denn je länger die Ungewissheit andauert, wird dies am Ende nur zu schrecklichen Entdeckungen führen.«

Da das Hormonsystem der Wirbeltiere insgesamt große Ähnlichkeiten untereinander aufweist, wird sich alles, was die Fische im Wasser betrifft, auch irgendwann auf die Menschen auswirken, die dieses Wasser trinken. Aber es könnte sich als sehr schwierig und komplex herausstellen, die genauen Auswirkungen verunreinigten Wassers auf Menschen im Einzelnen nachzuweisen. »Fische halten sich bekannterweise immer im Wasser auf«, erläuterte Blazer. »Wie es sich aber mit den Inhaltstoffen im Trinkwasser oder anderen Belastungen verhält, denen man über die Haut, Nahrungsmittel oder ganz andere Ursachen ausgesetzt ist, ist für viele ein ganz anderes Problem.«

Selbst wenn die Wissenschaftler herausfänden, welche chemischen Substanzen letztendlich maßgeblich für die sexuellen Fehlbildungen bei Fischen verantwortlich sind, beantwortet das

 

nicht die Frage nach den Auswirkungen auf Menschen. »Es ist sehr viel schwieriger, die Auswirkungen dieser chemischen Substanzen auf Menschen nachzuweisen, weil man natürlich keine Experimente mit Menschen machen kann«, meinte Blazer weiter. Aber immerhin beziehen etwa 4,5 Millionen Menschen im Einzugsgebiet von Washington D.C. ihr Trinkwasser aus dem Potomac.

Nach Auffassung der Potomac Conservancy kann jeder dazu beitragen, die Verschmutzung des Wassereinzugsgebietes durch bewusste Kaufentscheidungen zu verringern. So könnten Verbraucher giftige Chemikalien wie Pestizide weniger einsetzen und stattdessen zu natürlicheren Kosmetika und anderen Produkten greifen. »Gerade in Körperpflegeprodukten sind diese Substanzen wie einige Wirkstoffe gegen Mikroben und Duftstoffe enthalten. Jeder kann bei der Produktauswahl beim Einkaufen umsichtig sein. Es gibt [auch Körperpflegeprodukte] ohne Duftstoffe und antimikrobielle Wirkstoffe, hier kann jeder etwas beitragen.«

Der Kongressabgeordnete aus Virginia James P. Moran, ein Unterstützer von Potomac Conservancy, forderte die Bürger auf, abgelaufene oder nicht aufgebrauchte Medikamente in die Apotheke zurückzubringen, damit sie dort fachgerecht entsorgt werden könnten. »Spülen Sie die Medikamente keineswegs die Toilette hinunter«, warnte er, »sie verschwinden dadurch nicht einfach.«

Die Potomac Conservancy erarbeitet derzeit eine Kampagne zur Entwicklung sichererer Entsorgungstechnologien für Medikamente und fordert bessere Wasserreinigungstechnologien. »Wir müssen diese Gifte unbedingt aus unseren Gewässern herausbekommen», forderte Belin.

 

Quellen:

http://www.guardian.co.uk/environment/2010/apr/21/toxic-stew-chemicals-fish-eggs

http://www.wvpubcast.org/newsarticle.aspx?id=14521

http://www.washingtonexaminer.com/local/Human-health-link-eludes-researchers-in-intersex-fish-crisis-91651519.html

http://sundaygazettemail.com/News/201004200804

 

NaturalNews

© 2010 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

Gewässerverschmutzung durch Medikamente bedroht Leben auf der Erde

Mike Adams

Vor Kurzem legte der amerikanische Krebsausschuss des Präsidenten (PCP) US-Präsident Obama seinen Jahresbericht über die Krebssituation in den Vereinigten Staaten vor. In diesem Jahr stellte der Bericht vor allem Umweltfaktoren, die das Krebsrisiko erhöhen, in den Mittelpunkt. Dem Bericht zufolge stellen Medikamente ernsthafte Umweltschadstoffe dar, vor allem, weil sie dabei sind, die Gewässer und Wasserversorgungssysteme in den USA und möglicherweise auch weltweit dauerhaft zu verschmutzen.

 

In der letzten Zeit wurden zahlreiche Berichte über die Kontamination der Wasserversorgungs-einrichtungen, der Flüsse, Seen und anderer Wasserwege durch Medikamente veröffentlicht. Aber bisher haben Sprecher der Pharma- und Chemieindustrie immer abgestritten, dass diese Verschmutzung irgendein Risiko für die Umwelt darstelle. Dieser neue, direkt aus der Feder des PCP stammende Bericht warnt jedoch eindringlich vor den Gefahren, die mit dieser Verschmutzung durch Arzneimittel einhergehen.

In der Zusammenfassung des PCP-Berichts heißt es ausdrücklich:

»Arzneimittel sind eine erhebliche Quelle der Umweltverschmutzung geworden. Substanzen aller Arten werden in die Wasserversorgung eingespeist, wenn sie entweder ausgeschieden oder falsch entsorgt werden; die Auswirkungen auf die Gesundheit bei längerer Belastung durch unterschiedliche Mischungen dieser Substanzen sind unbekannt.«

Bemerkenswerterweise ist der PCP gesetzlich verpflichtet, das nationale Krebsprogramm zu bewerten und wahrheitsgemäß über die verschiedenen Faktoren zu berichten, die nach seiner Ansicht Krebs auslösen können. Der Ausschuss ist dem nationalen Krebsinstitut angeschlossen, sodass seine Ausführungen innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft beträchtliches Gewicht haben – oder haben sollten, wenn die Reaktion politisch nicht so polarisiert wäre. Der Bericht selbst ist sehr ausführlich und umfasst in seiner Bewertung den gesamten Bereich von den Umwelt- und gesundheitlichen Auswirkungen der Verschmutzung durch Medikamente und Pestizide bis zur Belastung durch Mobiltelefone und Rückstände aus Nukleartests. Der Abschnitt, der den Folgen der Verschmutzung durch Medikamente gewidmet ist, gewinnt aber besondere Bedeutung, wenn man berücksichtigt, dass verschiedene Berichte gezeigt haben, dass die Medikamente und Rückstände aus Medikamenten, die in der Wasserversorgung landen, in der Regel nicht von den Wasseraufbereitungsanlagen der Städte und Gemeinden herausgefiltert werden.

Es gibt keinen gesetzlichen Schutz der Öffentlichkeit vor Medikamenten

Viele chemische Substanzen werden genau kontrolliert, weil bekannt ist, dass sie dem Menschen und der Umwelt schaden. Die amerikanische Umweltschutzbehörde (EPA) hat die Aufgabe, die Belastung durch diese Chemikalien zu begrenzen, aber Medikamente sind in diesen Kontrollmechanismen nicht eingeschlossen. Obwohl Umweltexperten seit Jahren darauf hinweisen, hat die EPA den Gefahren der Verschmutzung mit Medikamenten wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Eine Untersuchung des United States Geological Survey (USGS) – einer Wissenschaftsbehörde, die dem Innenministerium unterstellt ist und auch die Wasserqualität überwacht – aus dem Jahr 2002 zeigt auf, dass Antidepressiva, Medikamente gegen Bluthochdruck und Diabetes, Antiepileptika, orale Verhütungsmittel, Medikamente zur Substitution von Hormonen, Chemotherapeutika, Antibiotika, Herzmedikamente und selbst Substanzen wie Kodein in der Wasserversorgung der amerikanischen Städte nachgewiesen wurden. Diese Untersuchung war die erste, die die landesweite Kontamination fließender Gewässer durch Medikamente erfasst und ausgewertet hatte. Ungefähr 80 Prozent der getesteten Gewässer waren kontaminiert.

2008 hatte die Nachrichtenagentur AP recherchiert, dass mindestens 46 Millionen Amerikaner Wasser trinken, das Spuren von Medikamenten enthält. Und diese Medikamentenrückstände gelangen zum Wasserhahn, obwohl alle getesteten Städte ihr Trinkwasser aufbereiten und »reinigen«, bevor sie das Wasser in die Versorgungsleitungen einspeisen. Aber da nicht alle Metropolen untersucht wurden, ist die Zahl der betroffenen Menschen weit höher anzusetzen, als AP berichtete.

Berichte über die Wasserqualität geben aber keinen Aufschluss über den quantitativen Anteil der Medikamente im Wasser, das den Endverbraucher erreicht. Da die EPA und die US-amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) es bisher versäumt haben, genaue Grenzwerte für die Kontamination durch Medikamente im Trinkwasser festzulegen, haben die meisten Menschen gar keine Vorstellung davon, dass ihr Trinkwasser einen gefährlichen Cocktail verschreibungspflichtiger Medikamente enthält.

Verantwortlich sind Krankenhäuser, Verbraucher und Pharmakonzerne

Eigentlich sollte all das niemanden wirklich überraschen, wenn man bedenkt, dass Apotheken gesetzlich nicht verpflichtet sind, nicht verbrauchte Arzneimittel oder Medikamente mit abgelaufener Haltbarkeit, die bei ihnen gekauft wurden, zurückzunehmen. Viele Menschen spülen sie einfach die Toilette hinunter, weil ihnen auf der Verpackung diese Art der Entsorgung tatsächlich empfohlen wird und sie wahrscheinlich nicht wissen, wie sie sie sonst loswerden könnten.

Menschen, die verschreibungspflichtige oder rezeptfrei erhältliche Medikamente einnehmen, werden sie auf die eine oder andere Weise ausscheiden, wodurch diese dann in die Kläranlagen gelangen und damit zu der Verschmutzung durch Medikamente beitragen. Medikamente werden oft von unserem Verdauungssystem nicht vollständig aufgespalten und aufgenommen.

Zudem gehört es zur alltäglichen Praxis der Krankenhäuser, jährlich Millionen Kilogramm ungebrauchter Medikamente in die Kanalisation zu entsorgen. Dieses Vorgehen trägt erheblich zur Wasserverschmutzung bei.

Nicht zu vergessen sind die Pharmakonzerne, die große Mengen ihrer Erzeugnisse in die Kanalisation entsorgen. In dem oben erwähnten AP-Bericht heißt es, an die 123 Millionen Kilogramm pharmazeutischer Abfälle würden jährlich in den USA in die Gewässer abgelassen, von denen viele als Trinkwasserquelle für Millionen Menschen dienen.

Aber nicht nur die amerikanischen Gewässer werden durch den Abfall der Pharmaindustrie verseucht. Auch indische Gewässer sind nach Berichten von Wissenschaftlern mit gefährlichen Arzneimittelrückständen kontaminiert. In einem indischen Fluss, in den 90 Pharmabetriebe ihre Abfälle einleiten, wurden 20 wirksame Arzneimittelbestandteile nachgewiesen. In einen anderen Fluss wurde täglich eine so große Menge an Ciprofloxacin, ein hochwirksames Antibiotikum, ausgebracht, dass man damit 90000 Menschen hätte behandeln können. Nach Angaben von Wissenschaftlern wurde diese Menge nachgewiesen, nachdem das Wasser angeblich von dem Pharmaunternehmen vor der Einleitung in den Fluss gereinigt worden sei.

Die Verschmutzung durch Medikamente in indischen Flüssen liegt um das 150-fache höher als die in amerikanischen Gewässern gemessene Verunreinigung. Diese Ergebnisse belegen, dass die Pharmakonzerne bedenkenlos ihre Arzneimittelrückstände in das Trinkwasser ablassen, solange sie unbehelligt bleiben. Sie sind zudem völlig überzeugt davon, dass die Kontamination mit Medikamenten gar keine Umweltgefahr darstellt.

»Auf der Grundlage unseres heutigen Wissens geht nach meiner Ansicht kein oder nur ein geringes Risiko für die Gesundheit der Menschen von Medikamentenrückständen in der Umwelt aus«, kommentierte der Mikrobiologe Thomas White, ein Berater der Vereinigung der forschenden Arzneimittelhersteller Amerikas (PhRMA), in einem Artikel in der Zeitung Dallas Morning News den AP-Bericht. Diese Unverfrorenheit entspricht der Äußerung des BP-Vorstandsvorsitzenden, der nach der Explosion der Bohrplattform Deepwater Horizon erklärte, die Menge an Erdöl, die aus dem Bohrloch in den Golf von Mexiko ströme, sei gering, verglichen mit der Größe des Ozeans insgesamt.

Studien beweisen: Arzneimittelrückstände rufen Gesundheitsschäden hervor

Aber auch wenn die Chemie- und Pharmaindustrie immer noch die Gefahren durch Belastung mit Arzneimittelrückständen im Wasser bestreiten, sind Wissenschaft und der gesunde Menschenverstand anderer Ansicht.

2006 untersuchten Forscher der staatlichen italienischen Universität Insubria die Auswirkungen von medikamentenverseuchtem Wasser. Dazu erstellten sie einen geringdosierten Cocktail unterschiedlicher Medikamentenrückstände und testeten deren Wirkung auf Embryozellen. Bereits bei dieser geringen Dosierung brachten die Rückstände die Reproduktion der Zellen zum Stillstand.

Die Verschmutzung des Wassers wird heute zwar in der Größenordnung von »Teile pro Million« (0,0001%) oder sogar »Teile pro Milliarde« (0,0000001%) gemessen, aber niemand weiß, welchen Belastungen die Menschen konkret ausgesetzt sind. Menschen trinken kontaminiertes Wasser, sie duschen mit belastetem Wasser und kochen mit belastetem Wasser. Es ist daher unlogisch anzunehmen, trotz dieser verbreiteten Belastung gehe auch von diesen geringen Dosen keine Gefahr aus, zumal sich die Belastung aus Dutzenden unterschiedlicher Substanzen zusammensetzt, deren gleichzeitige Wirkung noch nicht untersucht wurde.

Aber nicht nur Menschen sind von dieser Belastung durch Arzneimittelrückstände betroffen. Die Ökosysteme auf der ganzen Welt haben alle unter diesen Belastungen zu leiden – und damit die in ihnen lebenden Tiere und Pflanzen.

Auch in Fischen finden sich Medikamente

2009 meldete der amerikanische Nachrichtensender MSNBC, dass in Fischen, die in der Nähe amerikanischer Großstädte gefangen worden waren, unterschiedlichste Arten von Medikamenten gefunden wurden. Die Wissenschaftler wiesen Medikamente gegen zu hohen Cholesterinspiegel, Allergien, Bluthochdruck, manisch-depressive Erkrankungen und Depressionen in den Lebern und im Gewebe der Fische nach.

Die Wissenschaftler stimmen darin überein, dass Wasserlebewesen aller Arten darunter leiden, wenn sie über einen längeren Zeitraum mit Medikamenten kontaminiertem Wasser ausgesetzt sind. Auch wenn Schmutzwasser in Wasseraufbereitungsanlagen gereinigt wird, bevor es in die Gewässer geleitet wird, verfügen die meisten dieser Anlagen nicht über die entsprechenden Filtertechnologien, um die gefährlichen Arzneimittelrückstände herauszufiltern.

Viele Fische sind als Folge der Belastung in ihrer Fortpflanzung bedroht, wie sich aus dem folgenden Bericht ergibt: Mutated fish swimming in tainted water. Über die Schädigung der Spermien hinaus ändern einige Fische auch ihr Geschlecht. Aufgrund der Verschmutzung des Wassers mit Arzneimittelrückständen werden Männchen zu Weibchen und umgekehrt. Andere Wasserlebewesen leiden unter Organversagen und entwickeln Wachstumsstörungen. Ein vernünftiger Mensch stellt sich hier die Frage: »Wie lange dauert es noch, bis auch Menschen davon betroffen sind?«

Oder sind sie es bereits?

»Wir haben keinen Grund zu der Annahme, dass es sich hier um eine einmalige und begrenzte Situation handelt. Wir stoßen überall darauf, diese Mischung ist allgegenwärtig«, erläuterte Erik Orsak – ein Experte für umweltschädigende Substanzen, der mit der amerikanischen Naturschutzbehörde USFWS zusammenarbeitet – die Forschungsergebnisse.

Zudem tauchen nicht nur in der Nähe amerikanischer Städte Fische auf, die in ihrem Körper viele unterschiedliche Medikamente aufweisen. Seit 2008 wurden mehr als 100 verschiedene Arzneimittelbestandteile in Fischen und anderen wild lebenden Tieren überall auf der Welt nachgewiesen. Diese chemischen Substanzen gehören einfach nicht in unsere Umwelt. Aber jetzt finden wir sie überall, und sie werden von der Pharmaindustrie und den Krankenhäusern, den Apotheken und Verbrauchern in die Gewässer gekippt.

Wir brauchen mehr Forschung über die Giftigkeit der Arzneimittelrückstände

Zur Untersuchung der Auswirkungen der Belastungen durch Arzneimittelrückstände wurden viele Tierversuche durchgeführt. Aus ihnen geht hervor, dass diese Substanzen umfassende Schäden hervorrufen. Aber bisher wurden nur wenige Versuche an Menschen durchgeführt, was vielfach die Forderung nach Ausweitung der Forschungen laut werden ließ.

Wenn sich Arzneimittelrückstände immer stärker in Haustieren und wild lebenden Tieren anreichern, steigt offensichtlich das Risiko einer Anreicherung im Menschen ebenfalls – mit dem Risiko erheblicher Schädigung. Fortpflanzungsprobleme, Schilddrüsenstörungen, Krebs, Osteoporose – diese und noch weitere Erkrankungen könnten zumindest teilweise durch eine anhaltende Belastung unterschiedlicher geringdosierter Arzneimittelrückstände im Wasser hervorgerufen werden.

Viele Staaten fordern eine gesetzliche Regelung für Medikamentenabfälle

Da sich die Wahrheit über die Verseuchung durch Arzneimittelrückstände im Wasser nicht länger verbergen lässt, haben viele Staaten gesetzliche Regelungen zur Entsorgung von Medikamenten auf den Weg gebracht. Im vergangenen August verabschiedete der amerikanische Bundesstaat Illinois das Gesetz zur sicheren Entsorgung von Medikamenten, das es Krankenhäusern untersagt, Medikamente einfach in die Wasserversorgungssysteme einzuleiten. In Kalifornien und New York wird über ein ähnliches Gesetz beraten (siehe dazu auch: Drugs down the drain). Auf Bundesebene wurden, so heißt es dort weiter, fünf Gesetzesvorschläge zu diesem Problem eingebracht.

Mit diesen Gesetzesinitiativen hat man sich zwar des Problems der Krankenhausabfälle angenommen, aber die Frage nach den Beiträgen der Verbraucher und Pharmakonzerne zum Schutz der Gewässer bleiben unbeantwortet. Aus welchem Blickwinkel man das Problem auch betrachtet, Arzneimittel werden weiterhin ihren Weg in die Trinkwasserversorgung finden, weil sie zuerst durch den Körper ihrer Verbraucher wandern.

Arzneimittelhersteller müssen für ihre Abwässer zur Verantwortung gezogen werden

Da es schon lange enthüllt wurde, dass die Pharmaindustrie ihre Abwässer nicht ordnungsgemäß reinigt und aufbereitet, bevor sie sie in die Gewässer einleitet (auch wenn sie das Gegenteil behaupten), sind die amerikanischen Überwachungsbehörden gefordert, einen Gang zuzulegen und das Problem zu lösen. Die regelmäßige Überwachung der Schadstoffe im Abwasser ist die einzige Möglichkeit, die Belastung der Gewässer durch chemische Substanzen zu stoppen.

Und wenn amerikanische Unternehmen die Wasserversorgung anderer Länder wie etwa Indiens verschmutzen, müssen sie dafür zur Verantwortung gezogen werden. Es gibt auch für im Ausland befindliche amerikanische Unternehmen keine Entschuldigung dafür, andere Teile der Welt zu verschmutzen.

Nachrüstung von Kläranlagen geboten

Auf kommunaler und staatlicher Ebene sind die Politiker gut beraten, ihre gesetzgeberischen Anstrengungen fortzusetzen, um die Nachrüstung der Kläranlagen durchzusetzen, damit diese in die Lage versetzt werden, Arzneimittelrückstände herauszufiltern und dann sicher zu entsorgen. Da man die Ausscheidung von Arzneimittelrückständen durch Menschen nur schwer verhindern kann (es sei denn, man erzieht die Menschen dazu, keine gefährlichen Medikamenten mehr zu schlucken), müssen die Kommunen ihren Teil zur Vermeidung beitragen, dass diese gefährlichen Giftstoffe überhaupt ins Trinkwasser gelangen.

Zusammengenommen können diese Maßnahmen dabei helfen, die Menge des Medikamenten-abfalls, der unsere Umwelt belastet, drastisch zu verringern.

 

Es geht um die Umwelt

 

Die praktizierte rücksichtslose Beseitigung pharmazeutischer Abfälle erweist sich als extrem zerstörerisch, auch wenn das Problem von einigen immer noch massiv heruntergespielt wird. Der Erhalt unseres Planeten und damit seiner gesamten Artenvielfalt wird von der anhaltenden Verseuchung durch giftige Arzneimittel bedroht.

Aber es geht nicht nur um Arzneimittel. Chemische Nebenprodukte und Abfälle aus verschiedensten Industriebereichen verschmutzen unsere Umwelt auf beispiellose Art. Quecksilber (aus Zahnfüllungen), Fluoride (die unserem Trinkwasser absichtlich beigemengt werden, man glaubt es kaum) und zahlreiche andere chemische Substanzen und Schwermetalle lassen sich bereits in Nahrungsmitteln, Wasser und überall in unserer Umwelt nachweisen.

Ist die Erde bereits hoffnungslos vergiftet?

Für Pflanzen, Tiere und selbst Menschen ist die Grenze ihrer Belastbarkeit erreicht. Darum müssen wir uns gegen die Unternehmen zur Wehr setzen, die für diese Schäden verantwortlich sind und sie zwingen, mit ihrer Zerstörung der Welt aufzuhören, in der wir noch hoffen, unsere Kinder aufwachsen zu sehen.

Aber wenn wir weiterhin unseren Planeten in dieser Maßlosigkeit vergiften, wird für zukünftige Generationen nicht mehr viel übrig bleiben, mit Ausnahme eines giftigen Eintopfs patentgeschützter chemischer Substanzen, von denen ihre Hersteller einmütig behaupten, dass sie keinerlei Problem darstellen.

 

NaturalNews

Wasserkrieg in Europa: Warum uns die Wasserprivatisierung den Hahn abdreht

Susanne Hamann

Menschen töten für Wasser? – Das ist kein Horrorszenario, sondern düstere Zukunftsvision. Bereits jetzt leiden Deutsche, Engländer und Franzosen unter der voranschreitenden Wasserprivatisierung. Die Kosten für das kostbare Nass steigen immer höher und die Keller stehen regelmäßig unter Wasser. Aber der Staat will Kohle scheffeln und die Konzerne sind scharf darauf, das ultimative Monopol zu erlangen: Wer das Wasser kontrolliert, hat Macht. Eine Analyse der aktuellen Situation zeigt: die Bürger werden das nicht sein.

Wer den Plakaten der Hilfsorganisationen Glauben schenkt und denkt, dass Wasser nur in Ländern wie Afrika verkauft oder knapp werden kann, irrt. Vielmehr hält das Geschäft mit dem Wasser seit  über zehn Jahren rund um den Globus Einzug. Europa – und Deutschland – ist da keine Ausnahme.

So verkaufte die Stadt Berlin 49,9 Prozent ihrer Wasserversorgung im Jahr 1999 für stattliche 1,58 Milliarden Euro an den Essener Konzern RWE und die französische Firma Veolia. Die Bedingungen des Verkaufs wurden in Geheimverträgen geregelt. Alles, was der Bürger weiß, ist,  dass die Wasserpreise immens stiegen. Um genau zu sein, weist der Stadtstaat bis heute die höchsten Wasserpreise Deutschlands auf. Der Tagesspiegel berichtete im Mai dieses Jahres von einer Modellrechnung, in der die Wasserpreise der 19 größten deutschen Städte verglichen wurden. Es zeigte sich, dass ein Haushalt, der jährlich 100 Kubikmeter Wasser verbraucht, in Berlin je Kubikmeter 5,12 Euro, in Köln dagegen nur 3,26 Euro bezahlt. Noch höher liegen die Preise nur in Potsdam (5,82 Euro pro Kubikmeter), allerdings zählt die Stadt nicht zu den 19 größten Städten und fällt daher aus der Studie heraus. Potsdam ist außerdem eine jener Städte, die innerhalb kürzester Zeit ihre Wasserversorgung von dem Konzern Eurawasser zurück kauften, nachdem dieser, entgegen vorheriger Zusagen, die Wasserpreise innerhalb von zwei Jahren verdoppelt hatte. Leider muss der Bürger nun trotzdem draufzahlen, denn die 167 Millionen Euro, die die Stadt damals für den Verkauf erhielt, berappt nicht der Konzern, sondern die Allgemeinheit. Mindestens ein Drittel des Wasserpreises besteht aus der Refinanzierung, und bis 2017 wird der Kredit bei der Commerzbank auch nicht abgetragen sein.

 

Eurawasser, das eigentlich dem Suez-Konzern gehört, versorgt unter anderem die Bewohner von Rostock, Schwerin, Leuna und Cottbus. Veolia-Wasser ist in 450 deutschen Kommunen tätig.

Die letztgenannten Konzerne sind in Frankreich zu Hause. Ein Land, in dem die Wasserprivatisierung schon vor 150 Jahren Einzug gehalten hat. Als Napoleon III. 1853 der Compagnie Générale des Eaux, aus der später der Mischkonzern Vivendi wuchs, die Wasserversorgung von Lyon übergab. Nicht gerade zur Freude seiner Bürger, denn die Preise sind untragbar hoch. Im Februar 2006 veröffentlichte die französische Konsumentenorganisation UFC-Que Choisir eine Untersuchung aus 30 Städten, die Gewinnmargen der Wasserunternehmen von 26 bis 42 Prozent feststellte.

Noch gründlicher haben in Europa nur die Engländer ihr Wasser entstaatlicht. Da wechselten nicht nur das blaue Nass, sondern auch Rohre, Kanäle und Wasserwerke den Besitzer. Wieder zum Leid der Bürger hatte das bis vor Kurzem der RWE gehörende Unternehmen Thames Water nach der Übernahme der Wasserversorgung von der Regierung über Jahre keine Ausbesserung an den Rohren vorgenommen. In den teilweise noch in viktorianischen Zeiten gebauten Kanälen Londons versickern täglich über 915 Millionen Liter Frischwasser (30 Prozent des Wassers), wie die Aufsichtsbehörde Ofwat aufdeckte. Das ist nicht nur mehr, als die meisten europäischen Hauptstädte verbrauchen, sondern grenzt an Zustände, die man höchstens in Entwicklungsländern erwarten sollte. Besonders schlimm kam es in der Dürreperiode 2006. Damals sank der Wasserpegel im Land der Queen so sehr, dass Thames Water einen Eisberg in die Themse schleppen lassen wollte, um die Londoner mit Trinkwasser zu versorgen. Als die RWE erkannte, dass sie Thames Water nicht länger ohne große Investitionen halten konnte, verkaufte sie den Konzern 2009 nach zehn Jahren. Die Zukunft der Londoner Wasserrohre ist aktuell ungewiss.

Auch die Privatisierung in Argentinien mündete in einem Fiasko. Suez verlangt jetzt 1,7 Milliarden Dollar Entschädigung für den Rausschmiss. Argentiniens Präsident Nestor Kirchner reagierte empört. Nachdem Suez 15 Jahre lang im Land war und Hunderte von Millionen verdiente, haben immer noch viele Menschen keinen Tropfen Wasser. Suez sieht da eher Probleme mit der Regierungsweise in Lateinamerika. Aber was soll’s, schließlich geht es nun auf zu neuen Ufern: In China hat sich der Konzern schon einen Milliardenauftrag gesichert.

Was ist da los?

In dem Versuch, die Kassen mit Geld zu füllen, ließen sich die Länder und Städte auf ein Konzept ein, dass sich Public Private Partnership nennt. Unter PPP, oder wie es auch eingedeutscht zu hören ist: »öffentlich-private Partnerschaft« (ÖPP), versteht man die verschiedenen Formen privater Kapitalbeteiligung an der Finanzierung und Verwaltung von Infrastrukturen und Leistungen des staatlichen Sektors. Die Bereiche und der zu erzielende Profit sind dabei fast unbegrenzt: Sparkassen, öffentliche Wohnungsbauförderung, Gesundheitswesen, der Bereich der Schulen, Gefängnisse und eben die Wasserversorgung werden von Privaten übernommen und geführt.

Das bedeutet, durch die PPP’s liefert der Staat seine Bürger offenen Auges der Willkür der Unternehmen aus, wie die oben genannten Beispiele zeigen. Wer in diesem Szenario Wolf und wer Schaf ist, bleibt jedoch schwierig zu beantworten. Etliche Politiker, die an maßgeblicher Stelle Einfluss nehmen können, tauchen nach Ende ihrer Polit-Karriere auf einmal in Vorständen und Aufsichträten der Wasser- und Energiekonzerne wieder auf, während die Vorstände und Aufsichtsräte  der Konzerne wiederum Politik machen. Eindeutig ist nur, das Geschäft ist gewinnbringend …

 

Trockene Aussichten

Laut der UN werden bis zum Jahr 2050 vier Milliarden Menschen in Trockenheit leben. Schon jetzt wird im Internet immer häufiger von gewalttätigen Zwischenfällen wegen Wassermangels berichtet. Angesichts dieser Zahlen schätzen Experten, dass die privaten Unternehmen zunehmend in den Markt drängen werden. Das Geschäft mit dem Wasser ist lukrativ und alles andere als ausgeschöpft. Noch liegen rund 90 Prozent der Wasserversorgung in öffentlichen Händen, aber der Druck wird stärker.

Umstrittene Abkommen: Wasser gegen Waffen und das NAFTA-plus

Welchen Wert Wasser bereits hat, zeigt der außergewöhnliche Handel zwischen Israel und der Türkei. Von 2004 bis 2024 wird die Türkei jährlich 50 Millionen Kubikmeter »Blaues Gold« aus dem anatolischen Fluss Manavgat an Israel senden. Eine Menge, die dem Jahresverbrauch von einer Million Deutschen entspricht. Israel versorgt die Türkei im Gegenzug mit Panzern und Luftwaffentechnologie. Die Türkei sichert damit ihren Posten als Hauptlieferant von Wasser in der Region. Weitere Verträge mit Malta, Kreta und dem griechischen Teil Zyperns folgten. Israel dagegen deckt mit diesem Wasserbonus nur etwa drei Prozent seines jährlichen Bedarfes, insbesondere seit der Grundwasserpegel in der Region nach mehreren trockenen Wintern stark gesunken ist.

Kanada seinerseits bangt schon lange um seine Süßwasservorkommen, allerdings aus einem ganz anderen Grund: Das Land besitzt neun Prozent des globalen Trinkwasservorkommens bei nur einem Prozent der globalen Bevölkerungszahl. Die Vereinigten Staaten von Amerika hingegen müssen schon jetzt mit immer geringer werdenden Trinkwasservorräten umgehen. Schätzungen besagen, dass viele Regionen der USA bis 2015 unter starker Wasserknappheit zu leiden haben könnten.

In einem solchen Fall könnten die USA Dank des NAFTA-plus-Abkommens die Niagarafälle anzapfen und an der kanadischen Lebensader auf Pump gehen. Das Forum, dessen Name eigentlich SPP (Security and Prosperity Partnerschip) ist, wurde zusätzlich zum NAFTA im Jahr 2005 zwischen Kanada, Mexiko und den USA in Cancun ins Leben gerufen. Dabei geht es um Abkommen rund um Pipelineverlegungen in der gesamten Region und den Umgang mit einer möglichen Grippewelle. Kanada befürchtet nun, dass die USA mittels privater und öffentlicher Finanziers den Bau von Pipelines zwischen den beiden Ländern vorantreiben wird, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.

Das »Blaue Gold« an der Börse – Der Handel mir Leben lohnt sich

Die Rufe nach modernerer Infrastruktur in Osteuropa wird immer lauter. In China verfügt nur jeder Vierte über fließendes Wasser, und das Ringen seiner Regierung um eine Wasserversorgung wird immer deutlicher. Da werden Manager wie Hans Peter Portner hellhörig. Er verwaltet den Pictet-Fund Water, den ersten Wasser-Aktienfonds. Hatte sein Portfolio 2003 noch einen Wert von 200 Millionen Euro, stand dieser im Jahr 2006 bereits bei 1,7 Milliarden Euro. Aktuell liegt sein verwaltetes Vermögen gar bei 211 Milliarden Euro.

Wann immer das Gespräch aufs »Blaue Gold« kommt, bekommen Börsianer leuchtende Augen.  Für Suez-CEO Gerard Mestrallet ist Wasser das Öl des 21. Jahrhunderts. Nach Berechnungen der Weltbank müssten jährlich circa 80 Milliarden Dollar in Wasserinfrastrukturen investiert werden. In der Tat beläuft sich die Zahl derzeit erst auf rund 40 Prozent dieser Summe. Allein in der EU müssten die Betreiber von Wasserversorgung und -entsorgung Milliardenbeträge investieren, um ihre Anlagen zu modernisieren. Hier liegen enorme Gewinnchancen für private Konzerne und Investoren.

Sind wir die Nächsten?

Laut dem Nestle-Chef Peter Brabeck ist es nur angemessen und richtig, Wasser ganz grundsätzlich zum Lebensmittel zu erklären und ihm einen festgeschriebenen Wert zu geben. In dem Film We feed the world sagt er wörtlich: »Wasser ist ein Lebensmittel so wie jedes andere und sollte einen Marktwert haben, ich persönlich glaube, dass es besser ist, man gibt einem Lebensmittel einen Wert, sodass wir uns alle bewusst sind, dass das etwas kostet.« Wir sprechen hier jedoch nicht von 500 Gramm Nudeln oder 1,5 Litern Orangensaft, sondern von Wasser.

Mittlerweile wird jeder Zehnte von Veolia, Suez, RWE und den anderen privaten Konzernen versorgt. In den nächsten Jahren soll sich die Zahl verdoppeln, so das erklärte Ziel der Weltbank.

Es fehlt nur noch, dass wir wie in der Star-Wars-Parodie Spaceballs gezeigt, Atemluft in Dosen kaufen müssen.

Aber Spaß beiseite. Wasser ist Leben. Das bedeutet auch, dass die Menschen wieder im Sklavenzeitalter angelangt sind, wenn Wasser kein freies Gut mehr ist. Vielleicht nicht sofort, vielleicht noch nicht direkt. Aber was passiert, wenn ein Krieg ausbricht und die deutsche Wasserversorgung in den Händen eines feindlichen Konzerns liegt? Was passiert, wenn die Regierung keinen Zugriff mehr auf die Wasserversorgung in ihrem Land hat, außer wenn sie ihn monetär oder militärisch zurückerobert?

Unsere Wasserversorgung ist ein essenzieller Bestandteil unserer Zukunft, und der Bürger sollte dabei unbedingt wieder Mitsprache einfordern.

__________

Quellen (u.a.):

http://www.das-gibts-doch-nicht.info/seite3759.php

www.wasser-in-bügerhand.de

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Nebenkosten-Preise;art270,2806935

http://www.pnn.de/potsdam/166457/

http://www.umweltinvestmentfonds.de/home/pictet_fund_water.php

http://stephenleahy.net/2007/09/24/canada-losing-control-of-water-through-nafta-and-spp/

http://www.reuters.com/article/environmentNews/idUSN0322583420080403

http://www.reuters.com/article/environmentNews/idUSN0322583420080403

http://www.nahost-politik.de/tuerkei/wasser.htm

© 2009 Das Copyright dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Kopp Verlag, Rottenburg

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

Ein Experiment, das vor 40 Jahren begann. Nicht nur in Australien läuft man jetzt Sturm, auch in Deutschland wird man wach.

Mehr Facts hier:

http://www.youtube.com/watch?v=bzoP-UMmqXY   

http://www.youtube.com/watch?v=sTQ15OmtI1U

Einige Wissenschaftler sagen, wer über einen längeren Zeitraum Fluorid auch in kleinen Mengen zu sich nimmt, wird nie wieder der Gleiche sein. Fluorid finden Sie in Ihrer Zahnpasta. Es ist heutzutage ungeheuer schwer, eine Zahnpasta zu kaufen, die kein Fluorid enthält. Es wird uns eingebläut, Fluorid sei gut für unsere Zähne.

Das mag zwar richtig sein, aber Fluorid ist hochgiftig für unseren Körper, besonders für unser Gehirn. Mit Fluorid hat die CIA vor Jahren als Psychodroge experimentiert, um Menschen ruhig und passiv zu machen, so dass diese verstärkt eine Obrigkeit akzeptieren und dieser treu folgen.

Fluorid macht Sie im wahrsten Sinne des Wortes dumm. Sie verlieren Ihren inneren Pepp. Sie verlieren Ihre Aggressivität, sich gegen Dinge zu wehren, die Ihnen andere Menschen und die Regierung auferlegen wollen. Für mich ist die Tatsache, dass Fluorid in fast jeder Zahnpasta vorhanden ist, ein Indiz, dass man versucht, die Bevölkerung mit chemischen Kampfstoffen dumm und passiv zu halten, damit sie alles akzeptiert, was man ihr sagt.

Wenn Sie sich abends die Zähne putzen, haben Sie danach meistens noch diesen leichten Geschmack von Zahnpasta im Mund. Es ist schwierig, die gesamte Zahnpasta aus den Zahnzwischenräumen komplett heraus zu spülen. Die meisten Menschen machen das nicht. Sie gehen mit dem Zahnpastageschmack schlafen und am nächsten Morgen ist der Geschmack weg. Wo ist die Zahnpasta hingegangen, während Sie geschlafen haben? Genau, sie ist in Ihrem Körper und damit das ganze Fluorid, das in der Zahnpasta steckt.

Das führt dazu, dass besonders Ihre Zirbeldrüse im Gehirn durch Fluorid in seiner Funktionalität gehemmt wird. Sie selber sollten jetzt entscheiden, ob Sie länger Fluorid in Ihrem Körper haben wollen und sich selber damit vergiften wollen. Wenn Sie eine Zahnpasta suchen, die kein Fluorid enthält, ist das "Ajona". Das ist eine kleine rote Zahnpasta, die kein Fluorid enthält.

Einige schlaue Politiker und Wissenschaftler sind der Meinung, man müsse sogar das Trinkwasser fluorieren. In den USA wird Fluorid in das Trinkwasser gegeben, mit der Begründung, es wäre gut für die Zähne.
Hallo? Geht`s noch? Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber wenn ich so etwas höre gehen alle Alarmglocken bei mir an. Und sogar im europäischen Raum ist das Trinkwassers größtenteils fluoriert.  

Jedes achte Mineralwasser kritisch für Säuglinge

18.09.2009

Rund dreizehn Prozent der Mineralwassermarken, für die foodwatch Daten vorliegen, enthalten für Säuglinge und Kleinkinder kritische Mengen Uran. Darunter bekannte Marken wie San Pellegrino und Perrier von Nestlé oder Überkinger. foodwatch hat für mehr als 400 Marken Daten zur Uranbelastung zusammengetragen.

25 Flaschen Mineralwasser hat foodwatch selbst ins Labor gegeben und auf Uran testen lassen – Discounter-Marken von Aldi und Rewe, namhafte Wassermarken wie Evian und Apollinaris, Mineralwässer aus stark uranbelasteten Gebieten sowie einige Heilwässer. Insgesamt elf Mal hat das Labor mehr als zwei Mikrogramm Uran pro Liter gemessen. Das ist die Grenze, die der deutsche Gesetzgeber für Wässer toleriert, die mit dem Hinweis "geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung" beworben werden. Drei der Wässer enthalten mehr als zehn Mikrogramm Uran und sind damit auch für Erwachsene nicht zum täglichen Gebrauch zu empfehlen, darunter zwei Heilwässer. Bei dauerhaften Konsum drohen vor allem Kleinkindern Schädigungen der Niere.

foodwatch-Test: Uran in Mineralwasser

Mehr als 800 Daten zur Uranbelastung von Mineralwasser

Bei den zuständigen Behörden der Bundesländer hat foodwatch zudem Daten zur Uranbelastung angefragt. Nicht alle Behörden haben geantwortet, obwohl foodwatch sie bereits im August 2008 zum ersten Mal angeschrieben hat. Auch die Qualität der Auskünfte schwankt sehr: Einige Daten sind recht alt, bei anderen sind die Angaben nicht eindeutig. Inklusive der direkten Auskünfte einiger Mineralwasserabfüller liegen foodwatch mehr als 800 Daten zur Uranbelastung von Mineralwässern vor. 104 Messdaten für etwa 55 Mineralwasser-Marken liegen über zwei Mikrogramm pro Liter, dem für Babys und Kleinkinder kritischen Wert, siehe Tabelle (PDF).

Aktualisierung (18.09.2009): Griesbacher senkt Uranwerte

Nach der öffentlichen Kritik von foodwatch an den hohen Uranwerten seiner Wässer hat Abfüller Griesbacher den Urangehalt gesenkt. Als foodwatch die Wässer im April 2009 auf Uran testen ließ, war das Griesbacher First Class Mineralwasser mit 15,6 Mikrogramm Uran pro Liter eine der höchstbelasteten Marken. Nun hat Griesbacher gegenüber foodwatch mit Laborbelegen von August 2009 nachgewiesen, dass der Urangehalt des First Class Mineralwassers mithilfe einer neuen Enteisenungsanlage auf weniger als 0,5 Mikrogramm gesenkt wurde. Auch beim Bad Griesbacher Heilwasser wurde die Uranbelastung von 20,4 immerhin auf 15,6 Mikrogramm pro Liter gesenkt. Diesen Wert wolle man "weiter optimieren", verspricht Griesbacher .

Immer noch kein Grenzwert vorgeschrieben

Andere Anbieter uranbelasteter Wässer – unter anderem große Konzerne wie Nestlé mit den Marken Perrier und S. Pellegrino – sind hier gefordert, ebenfalls aktiv zu werden und den Urangehalt senken. Doch solange es keinen gesetzlichen Grenzwert gibt, werden das nicht alle tun: Hier sind die Politiker gefordert, endlich einen Grenzwert vorzuschreiben.

Mehr unter http://foodwatch.de/foodwatch/content/e10/e2569/e13515/e27816/Uran-in-Mineralwasser_20090518_ger.pdf

Forscher versuchen, die Hinterlassenschaften der Krankenhäuser aufzufangen.
Multiresistente Keime gelangen mit dem Abwasser in die Natur, hat der Mainzer Mediziner Wolfgang Kohnen festgestellt. "Wir müssen die Übertragung über das Wasser unterbrechen." Der Karlsruher Umweltmikrobiologe Dr. Thomas Schwartz sagt: "Es war klar, dass wir in Abwassersystemen von Krankenhäusern oder Kläranlagen solche Resistenz-Gene nachweisen können, aber dass wir diese Resistenz-Gene vor allen Dingen auch im Trinkwasserbereich nachweisen können, hat uns sehr überrascht."

Trinkwasser aus dem Wasserhahn ist praktisch gratis und belastet die Umwelt nicht. Eine weltweite
Bewegung gegen die Flaschenwasserindustrie schaut nach Australien.
Wasser-Trinken
karte_bericht_01Die Bewohner der australischen Stadt Bundanoon haben den Verkauf von Wasser in Flaschen in ihrer Gemeinde verboten. Sie sind die ersten in Australien und vermutlich sogar weltweit, die diesen drastischen Schritt gegangen sind.

Für die Flaschenwasserindustrie in Australien war es am Mittwoch die zweite Niederlage innerhalb weniger Stunden. Zuvor hatte der Regierungschef des Staates New South Wales es allen Behörden verboten, in Flaschen abgefülltes Wasser zu kaufen. Er nannte es eine Verschwendung von Ressourcen.

 
Ähnliche Kampagnen gibt es inzwischen in vielen Ländern, so auch in den USA unter dem Motto «Think Outside the Bottle». Ein Sprecherin erklärte, es gehe darum zu erkennen, dass sicheres Trinkwasser auch aus dem Wasserhahn kommt. Für die Herstellung der Flaschen, den Transport und die Entsorgung des Mülls entstehen riesige Kosten.

 
Firma schnitt sich ins eigene Fleisch: In Bundanoon begann der Protest, als eine in Sydney ansässige Firma ein Abfüllwerk für Wasser in ihrer Stadt bauen wollte. Die Aussicht, dass diese Firma ihr Wasser abpumpt, in Flaschen füllt und in das 160 Kilometer entfernte Sydney fährt, empörte sie so sehr, dass sie beschlossen, dem Wasser in Flaschen den Kampf anzusagen.
(cpm/ap) 2009 MapData Sciences Pty Ltd, PSMA - Nutzungsbedingungen

Trinkender-Junge_fotolia_gerIn vielen Regionen ist Trinkwasser zu hoch mit Uran belastet – kritische Messwerte gibt es in 13 der 16 Bundesländer. Die Bundesregierung bereitet inzwischen zwar einen Grenzwert vor. Doch der soll so hoch angesetzt werden, dass er Kleinkindern keinen wirksamen Schutz bietet. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse werden ignoriert.

Bereits im August 2008 hatte foodwatch Tausende Messwerte für den Urangehalt des Trinkwassers aus ganz Deutschland veröffentlicht. Jeder achte lag im kritischen Bereich über 2 Mikrogramm Uran pro Liter. Die Bundesregierung kündigte an, zu handeln: Ein Grenzwert sei "absolut notwendig", erklärte der damalige Verbraucherminister Horst Seehofer (CSU). Es sei "nicht mehr zu vermitteln, dass es diesen Grenzwert nicht schon längst gibt".

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